Bemerkenswert

Sagenhaft?! – Ein Projekt des Strudelkollektivs

Das Strudelkollktiv eine Gruppe aus drei Frauen mit Architektur – Background, hat sich mit dem Thema Sagen und Aussagen auseinandergesetzt und wird am Samstag, den 17.2. dazu eine partizipative Performance im Bährenmühldurchgang veranstalten.

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Strudel luftballonDie „Strudels“ setzen sich in ihren Arbeiten sehr stark, mit der politischen Sphäre des öffentlichen Raumes auseinander und tun dies stets mit einem Augenzwinkern. Die Ambivalenz von Sprache und Wortspielereien sind dabei ebenso Thema wie akutelle politische Diskurse und die Nutzung von Platz in der Stadt.

Sagenhaft?!

Ort: Bärenmühldurchgang

Wann:  17.02.2018, 14:00 Uhr

„Sagenhaft!“ Das könnte die Reaktion auf eine Erzählung sein, die man gerade gehört oder gelesen hat. Tagtäglich werden wir mit Geschichten konfrontiert, die von Person zu Person weitergegeben werden. Genauso wie Sagen, beinhalten solche „News“ meist einen wahren Kern, der durch das Weitererzählen immer mehr verwässert wird.

So werden „Sagen“ zu einem guten Nährboden unterschiedlicher Interpretationen. Denn oftmals wird nicht hinterfragt, was hinter einer Geschichte steckt oder wir hören nur das, was wir glauben wollen. Wahrheiten verschieben sich und werden von Fakten gestützten Tatsachen zu gefühlten, subjektiven Ansichtssachen.

Gerade im Zusammenhang mit dem politischen Diskurs, kann dies größere Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesellschaft mit sich ziehen.

Mit dem Projekt Sagenhaft?! möchten wir herausfinden, wie unterschiedliche Aussagen von Politikerinnen und Politikern interpretiert werden und wie sich die unterschiedlichen Interpretationen auf einem „Wahrheitsbaromenter“ abbilden. Dazu laden wir Passantinnen und Passanten ein, ihre Blasen, in denen sie leben, zerplatzen zu lassen, ihre Interpretationen preiszugeben, sie zu kategorisieren und sich mit uns auf die Suche nach dem Kern der Wahrheit zu begeben.

Der Weg durch den sagenumwobenen Bärenmühlendurchgang wird so zum Weg der „Wahrheitsfindung“ und spiegelt die Ansichten der Gesellschaft wider.

Strudelkollektiv: Julia Rogner, Nicole Feiner, Marlene Handl

Link zum Event

hosted by: Operngassenforschungslabor

 

Eine Komposition auf die Operngasse

Die Künsterlin Christine Schörkhuber hat ein Stück für die Operngasse komponiert. Man kann sich das Audiofile während der Radfahrt über die Operngasse anhören und dabei einen Eindruck von Straßen anderer Städte (Budabpest, Istanbul, Val Paraiso) gewinnen. Gleichzeit reflektieren die gehörten Geschichten wieder auf die Umgebung. Was man dafür braucht ist ein Gerät zum abspielen der Datei, ein Fahrrad und Lust die eigene Stadt neu zu entdecken.

Anleitung zur Benützung:

Start: Denkmal gegen Krieg und Faschismus, Helmut – Zilk Platz, 1010 Wien

  • entlang der Operngasse über die Opernkreuzung bis zur Friedrichstraße in den vierten Bezirk und an der Schleifmühlgasse wenden
  • langsam fahren
  • das File laut aufdrehen
  • Umgebung wahrnehmen und mit dem Gehörten abgleichen

Going Well

Objekte für das Operngassenforschungslabor, zusammengetragen von Nora Gutwenger, einer Künsterin, die den Ort und seinen Kontext thematisiert.

Nora Gutwenger ergründet in ihren Arbeiten den Raum des Öffentlichen – ein Raum, der es verlangt, seine Bedingungen kontinuierlich von Neuem zu verhandeln und seine Funktionen zu diskutieren. In ihren Arbeiten verwendet sie einen Ort und seinen Kontext als Arbeitsmaterial und Aktionsfeld. Das Aufbrechen der alltäglichen Vorstellungen erlaubt ihr die Freiheit, unsere Umgebung als Material für künstlerische Interventionen und Experimente einzusetzen. Über diese Auseinandersetzungen entstehen performative, installative, als auch partizipative Arbeiten.

Für das Operngassenforschungslabor, hat sie die  Häuser der Operngasse treppauf und treppab besucht um dort Materialien zusammenzutragen, die vom Ort und dessen Bewohner*innen selbst stammen, um schließlich in einem Raum in der Operngasse zu einem neuen Kontext zusammengetragen und akkumuliert zu werden – um was es sich dabei handelt, wird allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: Dieses Objekt verbindet uns als Mensch mit dem Straßenraum. Der Ausstellungsraum ist ein ehemaliges Ladenlokal in der Operngasse, dass von dem Verein „Patachronique“ verwaltet und bespielt wird.

 

Die Austellung findet statt von:

Donnerstag  15.3. –  Samstag 17.3.

Öffnungszeiten: 19:00 – 21:00

Ort: Projectcell in der Operngasse 36.

 

Fb Event

Patachronique

Neugierige vor!

Frühlingshafte Grüße von der Operngassenforscherin

 

 

Die Straße ist ein kultureller Raum

Straße ist eine räumliche Option. Nicht nur Begleiterscheinung von Mobilität sondern ein Teil der Kulturgeschichte der Menschheit.

Es gibt unendlich viele verschiedene Arten von  Straßen und Wegen. Die meisten Bezeichnungen für eine spezielle Art von Weg stammen im europäischen Raum von den Römern, die schon in der Antike die Straßenbaukunst zur Spitze trieben: Die >via<, war der einfache Feldweg, die befestigte oder bekieste Straße die >via strata<. Eine >via calceata<, war ein mit Mörtel oder Kalksteinen gebundener Belag, die >via rupta<, ein in Fels gehauener Weg, eine >via ruta<, ein in den Boden gegrabener Weg. Viele Begriffe im europäischen Sprachraum, erinnern heute noch daran: Chaussée, causeway, calcata, route, rue, road, chemin und cammino. [1]

Die Straße war seit jeher für den Menschen ein Werkzeug zur Erschließung, ein Hilfsmittel zum Transport, aber auch eine Möglichkeit des kulturellen Austausches. Auf ihnen wurden Handelsgüter transportiert, Militärs gruben sich durchs Land und es reisen Flüchtlinge auf Transitrouten quer durch die Welt. Doch in südlichen Ländern ist die Straße auch zu einem Lebensraum geworden, sie ist ein Ort der Begegnung und Bestandteil des Wohnraumes. Die Wechselwirkung von Mensch und Straße ist also vielfältig und zutiefst in der Kultur verankert.[2]  Einen kleinen Beitrag dazu soll das Operngasseforschungslabor leisten, eine Möglichkeit den Straßenraum zu verstehen und ihn neu zu entdecken. Straße ist eine Option und nicht nur Begleiterscheinung von Mobilität sondern ein Teil der Kulturgeschichte der Menschheit.

Im Februar und im März wird es wieder spannend in der Operngasse. Was passiert wird hier in den nächsten Tagen angekündigt.

Bodenhaftung nicht verlieren!

Eure Operngassenforscherin

[1] Hitzer, Hans (1971):
Die Straße. Vom Trampelpfad zur Autobahn ; Lebensadern von der Urzeit bis heute.
München: Callwey , S.7

[2] Ibd, S.8

 

Abbildung: Trittsteine über die Straßen Pompejis: Die Füße der Passierenden blieben trocken während die Straße vom Staub und Dreck gereinigt wurde –

Bild entnommen aus:

Rudofsky, Bernard (1995): Strassen für Menschen. Salzburg/Wien: Residenz Verlag., S.274

Wellnessresort Verkehrsinsel

Eine Neuinterpreation der Verkehrsinsel: Wellnessresort Girardipark. Die Operngasse bekommt Besuch vom Kollektiv Raumstation.

Völlig unberechtig, fristet sie ein einsames und unbemerktes Dasein: Die Verkehrsinsel. Wo sie doch vom Fluss der Betriebsamkeit umschlossen wird und ein perfekt abgeschiedenes Plätzchen auf dem Lonely Planet bietet.

Diese Vergessenheit bemerkte auch die Crew der Raumstation bei ihren ersten Sondierungen der Operngasse. Der Giradipark / Esperantopark liegt abgeschnitten zwischen Wienzeile / Friedrichstraße und Operngasse und bietet doch einen Platz zum Verweilen, so man diese Möglichkeit erkennt. Einzig Bustouristen und Besucher einer bekannten Fast Food Kette am Karlsplatz kennen diesen Ort und seine Möglichkeiten vielleicht. Das soll sich nun ändern.

An zwei Tagen wird die Insel mit Programm bespielt und kann via Audiowalks  begangen und erforscht werden. Auf dem Hochsitz kann mit der scheuen Spezies der Automobilist*innen Kontakt aufgenommen werden. Auch Entspannung ist dem und der Inselbesucher*in garantiert: Ob bei Sauna und Tee oder beim Rodeln mit Walter kann der Winter in  vollen Zügen genossen werden. Ob da noch Zeit für eine Insel – Safari ist kann der/die Urlauber*in selbst entscheiden.

Das genaue Programm und die Voranmeldung für die einzelnen Aktivitäten ist hier zu finden:

Verkehrsinsel Resort

Datum: 16. und 17.12. 2017 von 12:00 – 17:00

Ort: Giradipark/Esperantopark, 1010 Wien

Es freut sich auf diese vorweihnachtliche Entspannung!

Die Operngassenforscherin

 

Kollektiv Raumstation

 

„Every system has a bug“

Die Rad Performance am 14.11. war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer an der Performance haben die Reise in fremde Städte und Köpfe als spannend und interessant wahrgenommen.  Die Audiosnippets passten perfekt auf die Route und ließen die Gedanken hin zu anderen Städten wandern.  Es gab  auch einige Spontanteilnehmer, die sich über die Lautsprecher der Radfahrenden wunderten und dann dazu stießen.

swradperformanceIm Anschluss wurde von jedem Teilnehmer der Performance ein Textfragment oder Eindruck auf eine Karte der Operngasse gemappt. Bei Tee und Co Cooking wurde schließlich über die gehörten Themen diskutiert. Gentrifizierung und Verdrängungsprozesse finden in vielen Städten parallel statt und dennoch gibt es Unterschiede wie sie von Menschen wahrgenommen werden. Es wurde über Initiativen und kritische Positionen gesprochen. Wie man in Wien mit gesellschaftlichen Wandel und Nachbarschaft umgeht. Ein Satz der mir persönlich im Kopf geblieben ist, ist die Aussage eines Künstlers aus Budapest: „Every system has a bug, you just have to find it“ Dieser Aphorismus lässst einem für die Zukunft hoffen. Man braucht nur die Achillesferse eines Systems finden um es zu verändern und zu Sturz zu bringen. Eine sehr beruhigende Tatsache.

Vielen Dank nochmal an Lisa Reimitz Wachberger für die tolle Moderation, sie hat es geschafft, die richtigen Fragen zu stellen und einen Rahmen zu spannen.

Die Räumlichkeiten der labilen Botschaft waren genau richtig für die größe der Runde und ließen auch im Anschluss noch lockere Gespräche zu.

Mehr von der Operngasse gibt es dann Ende Dezember. Die Raumstation scharrt schon in den Startlöchern um am 16. und 17. 12. den Giradi-/Esperantopark in ein Wellnessresort zu verwandeln.

Winterliche Grüße,

die Operngassenforscherin

Raumstation

Rad Performance

Labile Botschaft

 

 

 

 

RAD Performance #3 – ein Vorgeschmack

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Bilder © Christine Schörkhuber

Unterwegs Auf der Operngasse –  bei der Konzeption der RAD Performance.

Ein Perspektivenwechsel: Wir werden auf dem Rad in andere Städte blicken. Eine akustische Globalisierung erleben. Der Rhythmus der Straße wird zum Rhythmus der Radfahrenden Gruppe. Rot – Stop – Orange aufs Pedal – Grün – und Los. Ein Vorgeschmack auf Freitag. Ich freu  mich über zahlreiche Teilnehmer. Start ist um 15:00 am Albertinaplatz. Die anschließende Diskussionsrunde findet in der Salesianergasse 10, der Labilen Botschaft ab ca. 17:00 statt.

Bis dahin! Pedal hard and ride safe.