Going Well

Objekte für das Operngassenforschungslabor, zusammengetragen von Nora Gutwenger, einer Künsterin, die den Ort und seinen Kontext thematisiert.

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Nora Gutwenger ergründet in ihren Arbeiten den Raum des Öffentlichen – ein Raum, der es verlangt, seine Bedingungen kontinuierlich von Neuem zu verhandeln und seine Funktionen zu diskutieren. In ihren Arbeiten verwendet sie einen Ort und seinen Kontext als Arbeitsmaterial und Aktionsfeld. Das Aufbrechen der alltäglichen Vorstellungen erlaubt ihr die Freiheit, unsere Umgebung als Material für künstlerische Interventionen und Experimente einzusetzen. Über diese Auseinandersetzungen entstehen performative, installative, als auch partizipative Arbeiten.

Für das Operngassenforschungslabor, hat sie die  Häuser der Operngasse treppauf und treppab besucht um dort Materialien zusammenzutragen, die vom Ort und dessen Bewohner*innen selbst stammen, um schließlich in einem Raum in der Operngasse zu einem neuen Kontext zusammengetragen und akkumuliert zu werden – um was es sich dabei handelt, wird allerdings noch nicht verraten. Nur so viel: Dieses Objekt verbindet uns als Mensch mit dem Straßenraum. Der Ausstellungsraum ist ein ehemaliges Ladenlokal in der Operngasse, dass von dem Verein „Patachronique“ verwaltet und bespielt wird.

 

Die Austellung findet statt von:

Donnerstag  15.3. –  Samstag 17.3.

Öffnungszeiten: 19:00 – 21:00

Ort: Projectcell in der Operngasse 36.

 

Fb Event

Patachronique

Neugierige vor!

Frühlingshafte Grüße von der Operngassenforscherin

 

 

Wellnessresort Verkehrsinsel

Eine Neuinterpreation der Verkehrsinsel: Wellnessresort Girardipark. Die Operngasse bekommt Besuch vom Kollektiv Raumstation.

Völlig unberechtig, fristet sie ein einsames und unbemerktes Dasein: Die Verkehrsinsel. Wo sie doch vom Fluss der Betriebsamkeit umschlossen wird und ein perfekt abgeschiedenes Plätzchen auf dem Lonely Planet bietet.

Diese Vergessenheit bemerkte auch die Crew der Raumstation bei ihren ersten Sondierungen der Operngasse. Der Giradipark / Esperantopark liegt abgeschnitten zwischen Wienzeile / Friedrichstraße und Operngasse und bietet doch einen Platz zum Verweilen, so man diese Möglichkeit erkennt. Einzig Bustouristen und Besucher einer bekannten Fast Food Kette am Karlsplatz kennen diesen Ort und seine Möglichkeiten vielleicht. Das soll sich nun ändern.

An zwei Tagen wird die Insel mit Programm bespielt und kann via Audiowalks  begangen und erforscht werden. Auf dem Hochsitz kann mit der scheuen Spezies der Automobilist*innen Kontakt aufgenommen werden. Auch Entspannung ist dem und der Inselbesucher*in garantiert: Ob bei Sauna und Tee oder beim Rodeln mit Walter kann der Winter in  vollen Zügen genossen werden. Ob da noch Zeit für eine Insel – Safari ist kann der/die Urlauber*in selbst entscheiden.

Das genaue Programm und die Voranmeldung für die einzelnen Aktivitäten ist hier zu finden:

Verkehrsinsel Resort

Datum: 16. und 17.12. 2017 von 12:00 – 17:00

Ort: Giradipark/Esperantopark, 1010 Wien

Es freut sich auf diese vorweihnachtliche Entspannung!

Die Operngassenforscherin

 

Kollektiv Raumstation

 

„Every system has a bug“

Die Rad Performance am 14.11. war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer an der Performance haben die Reise in fremde Städte und Köpfe als spannend und interessant wahrgenommen.  Die Audiosnippets passten perfekt auf die Route und ließen die Gedanken hin zu anderen Städten wandern.  Es gab  auch einige Spontanteilnehmer, die sich über die Lautsprecher der Radfahrenden wunderten und dann dazu stießen.

swradperformanceIm Anschluss wurde von jedem Teilnehmer der Performance ein Textfragment oder Eindruck auf eine Karte der Operngasse gemappt. Bei Tee und Co Cooking wurde schließlich über die gehörten Themen diskutiert. Gentrifizierung und Verdrängungsprozesse finden in vielen Städten parallel statt und dennoch gibt es Unterschiede wie sie von Menschen wahrgenommen werden. Es wurde über Initiativen und kritische Positionen gesprochen. Wie man in Wien mit gesellschaftlichen Wandel und Nachbarschaft umgeht. Ein Satz der mir persönlich im Kopf geblieben ist, ist die Aussage eines Künstlers aus Budapest: „Every system has a bug, you just have to find it“ Dieser Aphorismus lässst einem für die Zukunft hoffen. Man braucht nur die Achillesferse eines Systems finden um es zu verändern und zu Sturz zu bringen. Eine sehr beruhigende Tatsache.

Vielen Dank nochmal an Lisa Reimitz Wachberger für die tolle Moderation, sie hat es geschafft, die richtigen Fragen zu stellen und einen Rahmen zu spannen.

Die Räumlichkeiten der labilen Botschaft waren genau richtig für die größe der Runde und ließen auch im Anschluss noch lockere Gespräche zu.

Mehr von der Operngasse gibt es dann Ende Dezember. Die Raumstation scharrt schon in den Startlöchern um am 16. und 17. 12. den Giradi-/Esperantopark in ein Wellnessresort zu verwandeln.

Winterliche Grüße,

die Operngassenforscherin

Raumstation

Rad Performance

Labile Botschaft

 

 

 

 

Meine Rolle als urbane Kuratorin

Urban Curating, ein Begriff, den ich von Elke Krasny, übernommen haben beschreibt die Übertragung der KuratorInnenrolle auf die Stadt. Es soll sich wieder in die Angelegenheiten der Stadt eingemischt werden.

Die Tätigkeit des Kurators/ der Kuratorin scheint in letzter Zeit, eine sehr beliebte geworden zu sein. Der Tagesspiegel schreibt im Artikel „Traumjob Kurator“dazu am 14.07.2011 sogar:

‚Wo man hinsieht, sind Kuratoren am Werk. Sie kuratieren nicht nur Kunstausstellungen, sie kuratieren auch Tanz- und Theaterfestivals, Modeschauen und Magazine. […] Früher wollten junge Menschen mit Geltungsdrang Musiker werden. Später DJ. Dann vielleicht Künstler. Heute, so scheint es, wollen plötzlich alle Kuratoren werden.‘

Ich beziehe meine Arbeit aber nicht auf das Feld des Museum oder auf das Format der Ausstellung, vielmehr möchte ich den Begriff des Kümmerns: ‚curare‘ wieder in den Vordergrund rücken.  Es geht mir um den öffentlichen Raum um das Einmischen in Angelegenheiten des Städtischen. Im Speziellen um die Operngasse. Dort neue Querverbindungen zu suchen, Ungeplantes aufzustöbern, das versteckte Qualitäten hat und Nutzungen zu finden, die zwischen den vorgesehenen Nutzungen entstehen können oder zeitlich davon abweichend stattfinden. Dies ist mein Ziel als ‚urban curator‘. Neue Konstellationen zu finden und Dinge, physische als auch ideologische in einen neuen Kontext zu stellen.

Die Operngasse und ich spreche jetzt hauptsächlich vom Straßenraum ist zu einem Ort geworden, der hauptsächlich zwei Funktionen bedient: Mobilität und Konsum.  Beides findet in rasendem Tempo statt und lässt wenig Anderes zu. Hier sehe ich einen möglichen Ansatzpunkt.  Die Operngasse und der Faktor Zeit etwa sind etwas, das sich lohnt genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie schnell bewegt sich wer , wo auf der Gasse und warum? Wodurch werden die Bewegungsräume eingeschränkt oder zugelassen? Wo darf ich Verweilen? Wo gibt es einen Platz für Sinnlichkeit und Ästhetik in dieser gottverlassenen Gasse? Das und Vieles mehr gilt es in den nächsten Wochen herauszufinden.

Zu diesem Zweck habe ich unter anderem die Raumstation eingeladen, die Operngasse zu erobern.  Wer diese Leute sind dazu gibt es bald näheres.

Es bedankt sich für die Aufmerksamkeit,

die Operngassenforscherin