Wellnessresort Verkehrsinsel

Eine Neuinterpreation der Verkehrsinsel: Wellnessresort Girardipark. Die Operngasse bekommt Besuch vom Kollektiv Raumstation.

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Völlig unberechtig, fristet sie ein einsames und unbemerktes Dasein: Die Verkehrsinsel. Wo sie doch vom Fluss der Betriebsamkeit umschlossen wird und ein perfekt abgeschiedenes Plätzchen auf dem Lonely Planet bietet.

Diese Vergessenheit bemerkte auch die Crew der Raumstation bei ihren ersten Sondierungen der Operngasse. Der Giradipark / Esperantopark liegt abgeschnitten zwischen Wienzeile / Friedrichstraße und Operngasse und bietet doch einen Platz zum Verweilen, so man diese Möglichkeit erkennt. Einzig Bustouristen und Besucher einer bekannten Fast Food Kette am Karlsplatz kennen diesen Ort und seine Möglichkeiten vielleicht. Das soll sich nun ändern.

An zwei Tagen wird die Insel mit Programm bespielt und kann via Audiowalks  begangen und erforscht werden. Auf dem Hochsitz kann mit der scheuen Spezies der Automobilist*innen Kontakt aufgenommen werden. Auch Entspannung ist dem und der Inselbesucher*in garantiert: Ob bei Sauna und Tee oder beim Rodeln mit Walter kann der Winter in  vollen Zügen genossen werden. Ob da noch Zeit für eine Insel – Safari ist kann der/die Urlauber*in selbst entscheiden.

Das genaue Programm und die Voranmeldung für die einzelnen Aktivitäten ist hier zu finden:

Verkehrsinsel Resort

Datum: 16. und 17.12. 2017 von 12:00 – 17:00

Ort: Giradipark/Esperantopark, 1010 Wien

Es freut sich auf diese vorweihnachtliche Entspannung!

Die Operngassenforscherin

 

Kollektiv Raumstation

 

„Every system has a bug“

Die Rad Performance am 14.11. war ein voller Erfolg. Die Teilnehmer an der Performance haben die Reise in fremde Städte und Köpfe als spannend und interessant wahrgenommen.  Die Audiosnippets passten perfekt auf die Route und ließen die Gedanken hin zu anderen Städten wandern.  Es gab  auch einige Spontanteilnehmer, die sich über die Lautsprecher der Radfahrenden wunderten und dann dazu stießen.

swradperformanceIm Anschluss wurde von jedem Teilnehmer der Performance ein Textfragment oder Eindruck auf eine Karte der Operngasse gemappt. Bei Tee und Co Cooking wurde schließlich über die gehörten Themen diskutiert. Gentrifizierung und Verdrängungsprozesse finden in vielen Städten parallel statt und dennoch gibt es Unterschiede wie sie von Menschen wahrgenommen werden. Es wurde über Initiativen und kritische Positionen gesprochen. Wie man in Wien mit gesellschaftlichen Wandel und Nachbarschaft umgeht. Ein Satz der mir persönlich im Kopf geblieben ist, ist die Aussage eines Künstlers aus Budapest: „Every system has a bug, you just have to find it“ Dieser Aphorismus lässst einem für die Zukunft hoffen. Man braucht nur die Achillesferse eines Systems finden um es zu verändern und zu Sturz zu bringen. Eine sehr beruhigende Tatsache.

Vielen Dank nochmal an Lisa Reimitz Wachberger für die tolle Moderation, sie hat es geschafft, die richtigen Fragen zu stellen und einen Rahmen zu spannen.

Die Räumlichkeiten der labilen Botschaft waren genau richtig für die größe der Runde und ließen auch im Anschluss noch lockere Gespräche zu.

Mehr von der Operngasse gibt es dann Ende Dezember. Die Raumstation scharrt schon in den Startlöchern um am 16. und 17. 12. den Giradi-/Esperantopark in ein Wellnessresort zu verwandeln.

Winterliche Grüße,

die Operngassenforscherin

Raumstation

Rad Performance

Labile Botschaft

 

 

 

 

RAD Performance #3 in der Operngasse

rad performance #3 gemeinsam mit christine schörkhuber in der operngasse

Conny Zenk, eine umtriebige Künsterlin und Aktivistin, wird mit ihrem Team eine Stippvisite in der Operngasse machen.  Die RAD Performance ist aktivistischer bewegunsorientierte Aneignung des Straßenraumes auf Rädern.

Mit eigenen Worten beschrieben:

„Eine Gruppe an Fahrradfahrenden, oder ein Bündnis, will die Stadt Wien in ihren Grenzen be- und hinterfragen. Die digitale Sphäre und Haut der Stadt wird mithilfe von technischen Tools belauscht und aufgezeichnet. Es verschwistern sich zu jedem GroupRide physische und affizierbare Körper mit einem Apparat aus digitalen Gerätschaften. Fahrradfahrende, die sich als Meute zu verstehen geben und sich entlang ihrer eigenen Linie bewegen.“ – Auszug aus dem RAD Manifest.

Jede Performance hat einen anderen Schwerpunkt/ Thema. Dieses mal wird Christine Schörkhuber, bildende Künstlerin, eine Komposition für das Radvolk liefern und so die Gruppe durch die Gasse leiten.

RAD Performance : Different Streets / Christine Schörkhuber


Einmal auf der Operngasse durch Istanbul, mit einem Abstecher nach Athen und dann zurück nach Budapest! Christine Schörkhubers Komposition für mehrere Fahrräder verschmilzt öffentliche Räume aus verschiedenen Städten mit Klängen, Zitaten, Interviewfragmenten und dem Echtzeitsound der Umgebung. Ähnlichkeiten und Differenzen –  das Gemeinsame des urbanen Lebens, die globalisierte Schicksalsgemeinschaft, der Machtkampf um den öffentlichen Raum und die Fragen von Gentrifizierung und Urban Development.

Im Anschluss an die Performance findet eine offene Diskussionrunde zum Thema: „Der Straßenraum als Spiegel der Globalisierung / Das Große im Kleinen“ stattfinden.

Künstler*innen und Kollektive:
GROUP RIDE . Christine Schörkhuber
CO-COOKING . Joanna Zabielska
BIKE GANG . RADs

Programm:
15:00 Group Ride by Christine Schörkhuber

Labile Botschaft: Salesianergasse 10, 1030 Wien
16:00 – 17:00 Co-Cooking
17:00 Talk & Discussion hosted by Operngassenforscherin

rad performance

christine schörkhuber

Operngassenspaziergänge #1

Forschungsobjekt: Wiener Operngasse.
Erster Versuch einer Annäherung.

SITZPROBE

Ein erstes Erkunden und Erobern des Terrains Wien, Wieden erfolgte schon im Februar diesen Jahres. Mit einfachen Mitteln: Einem Hocker und meinem Körper testete ich verschiedenste Winkel und Ecken meines Forschungsobjektes aus: Der Wiener Operngasse. In Verneigung und mit Verweis auf die österreichische Medien – und Performancekünstlerin Valie Export und ihre Arbeit: Körperkonfigurationen von 1972.

Diese Art von künstlerischer Recherche diente mir dazu dem Ort auf dem Zahn zu fühlen ihn zu spüren und durchmessen.  Auf diese Art und Weise erkundete ich den Straßenraum um mir ein Bild von der Straße zu machen und um mir Expertise und Wissen über den Ort anzueignen.

photos © Marlene Handl

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